Reizdarmsyndrom Therapie: Fitness und Wellness

Die 5. Säule: Fitness und Wellness zur Reizdarmsyndrom Therapie

Die 5. Säule der Reizdarmsyndrom Therapie ist Fitness & Wellness. Der Volksmund kennt viele Ausdrucksweisen für die Probleme, mit denen Mir dreht sich Mir dreht sich der Magen umder Magen umRDS Betroffene tagtäglich konfrontiert sind. Bereits seit Tausenden von Jahren ist der Menschheit die Verknüpfung von Geist und Körper bewusst, und die psychosomatische Forschung weiß inzwischen auch einzelne Charaktereigenschaften mit bestimmten Gesundheitsbeschwerden in Verbindung zu bringen.

So kommen Reizmagen Patienten beispielsweise im wahrsten Sinne des Wortes “gewisse Dinge hoch”, was bedeuten könnte, dass sie sich womöglich über einen Sachverhalt ärgern, den sie aus irgendeinem Grund nicht ändern können oder wollen.

Betroffene mit einer Obstipationsdominanten Ausprägung stehen hingegen häufig unter Zwang, können ihr Leben vielleicht nicht so leben, wie sie es – bewusst oder unbewusst – gerne täten und sehen sich dem Druck ausgesetzt, irgend etwas “tun zu müssen”.

Bei Durchfall Patienten könnte eine unbehandelte Depression oder eine Angststörung im Vordergrund stehen, auch neigen sie verstärkt dazu, Problemen aus dem Wege zu gehen anstatt sie zu lösen.

Banner_Abdigest620_2017

Charaktereigenschaften spielen in vielen Fällen eine Rolle
bei der Ausprägung einer funktionellen Magen-Darm-Störung.
Für viele Betroffene ist die Kenntnis dieser Zusammenhänge
vielleicht sogar ein erster Schritt zu einem besseren Verständnis
ihrer persönlichen Situation.

Diese Beispiele sind als Denkansätze zu verstehen, die keinesfalls bei allen Betroffenen in dieser Form zutreffen müssen. Untersuchungen, welche die psychosomatischen Zusammenhänge auch im Hinblick auf bekannte Redensarten betrachten, können aber auch nicht als Wortspielereien abgetan werden. Zu oft finden sich bei manchen Patientengruppen auffällige Übereinstimmungen im Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen seelischen Faktoren und ihrer körperlichen Ausprägung. Oder anders ausgedrückt: Charaktereigenschaften spielen in vielen Fällen eine Rolle bei der Ausprägung einer funktionellen Magen-Darm-Störung. Für viele Betroffene ist die Kenntnis dieser Zusammenhänge vielleicht sogar ein erster Schritt zu einem besseren Verständnis ihrer persönlichen Situation. So ist es denn auch ratsam, sich eine Lebensweise anzueignen, die Die Sache bereitet mir Bauchschmerzendem Reizdarmsyndrom möglichst wenig Angriffspunkte bietet. Dazu gehört körperliche Fitness ebenso wie geistige Wellness. Beide sind somit Teil der Reizdarmsyndrom Therapie.

Ein gesundes Maß an Bewegung ist besonders für RDS Patienten wichtig. Sportliche Betätigung führt zu einer besseren Durchblutung und hat einen entspannenden und entkrampfenden Effekt auch auf die Magen Darm Muskulatur. Darüber hinaus ist sie Balsam für die bei den Betroffenen so häufig in Mitleidenschaft gezogene Seele. Sie gehört zu einer Reizdarmsyndrom Therapie also unbedingt mit dazu.

Neben der körperlichen Fitness sind es vor allem eine positive Einstellung und eine gesundheitsfördernde Lebensweise, die den funktionellen Störungen das Leben schwer machen und ein wichtiger Schritt in der Reizdarmsyndrom Therapie darstellen. Man fasst sie zusammen unter dem Modewort “Wellness”.

Fitness und Wellness sind für eine erfolgreiche Therapie funktioneller Beschwerden von elementarer Bedeutung und sollten keinesfalls beiläufig abgehandelt werden. Lesen Sie daher aufmerksam und in Ruhe die nachfolgenden Empfehlungen zu diesen Bereichen durch und entscheiden Sie bei jedem einzelnen Tipp, welche Bedeutung er für Ihre persönliche Situation haben könnte.

Reizdarmsyndrom Therapie: Tipps für körperliche Fitness bei RDS

  • Regelmäßige, sportliche Aktivitäten sollten für Sie zum Pflichtprogramm im Kampf gegen das Reizdarmsyndrom werden. Dabei kommt es weniger auf die Intensität als mehr auf die Regelmäßigkeit der Übungen an. Schwimmen, Joggen, Gymnastik, Radfahren oder Spazieren gehen sind optimale Betätigungen bei RDS.
  • Bewegen Sie sich so oft wie möglich unter freiem Himmel, auch im Winter oder wenn es regnet.
  • Versuchen Sie, ihren Organismus mindestens ein Mal pro Tag mit einer sportlichen Betätigung in Schwung zu bringen.
  • Durch Schreibtisch Arbeit, Fernsehen und Auto, Bus oder Bahn verbringt der Mensch inzwischen den Großteil des Tages im Sitzen. Bewegungsmangel ist daher eine häufige Ursache von Verdauungsstörungen, besonders von Verstopfung. Wer dieses Problem anstatt mit Sport durch Abführmittel lösen will, ist auf dem falschen Weg.
  • Spüren Sie, wie sich nach einer sportlichen Betätigung Ihre Reizdarmsymptomatik abschwächt? Genießen Sie dieses Gefühl und erinnern Sie sich daran, falls Sie beim nächsten Mal ein Motivationsproblem haben.
  • Benutzen Sie immer die Treppe anstelle eines Aufzugs.
  • Kurze Strecken sollten Sie in jedem Fall zu Fuß zurücklegen. Überlegen Sie, ob es Gelegenheiten gibt, bei denen Sie in Zukunft Ihrer Gesundheit zuliebe auf die Fahrerei verzichten können.
  • Auch Haus- oder Gartenarbeit ist in gewissem Umfang eine sportliche Betätigung. Wird Sie mit Freude erledigt, dann kann Sie auch bei der Reizdarmsyndrom Therapie einen therapeutischen Nutzen haben.
  • Ein Turn- oder Übungsgerät in der Wohnung kann es Ihnen erleichtern, regelmäßige Trainingseinheiten durchzuführen.
  • Achten Sie beim Sitzen auf eine gerade Haltung. Wer wie ein Klappmesser auf einem Stuhl sitzt, behindert Magen und Darm bei ihrer Arbeit.
  • Schließen Sie sich einem Sportverein an. Damit verbinden Sie regelmäßige Betätigung mit angenehmen gesellschaftlichen Aktivitäten, die auch der Seele gut tun.

Wellness Tipps bei RDS – Ein Teil der Reizdarmsyndrom Therapie

  • Lernen Sie, abzuschalten und zu entspannen.
  • Identifizieren Sie private und berufliche Probleme und versuchen Sie, diese zu lösen.
  • Gewöhnen Sie sich an, Entscheidungen zu treffen, anstatt sie auf die lange Bank zu schieben. Nehmen Sie dazu auch unangenehme Konsequenzen in Kauf.
  • Lernen Sie, Ihre Gedanken umzudeuten: Aus „das musste mir ja wieder passieren…“ machen Sie „heute bin ich also mal dran…“
  • Nehmen Sie nicht jede Bemerkung persönlich, sondern versuchen Sie herauszufinden, warum jemand Sie angreift.
  • Weit verbreitet unter RDS Betroffenen ist das “worst-case-scenario“: Anstatt sich auf positive Aspekte einer Sache zu konzentrieren, richten sie ihren Fokus auf den schlimmsten annehmbaren Fall (“worst case”).
  • Lassen Sie öfter mal Ihre Seele baumeln.
  • Lernen Sie Strategien, die Ihnen helfen, mit Stress umzugehen (siehe auch “Reizdarm Behandlung: Psychotherapie“).
  • Scheuen Sie sich nicht davor, Nein zu sagen, auch wenn Sie sich bei anderen damit unbeliebt machen.
  • Lernen Sie, schöne Stunden zu genießen und nicht durch unbegründete Sorgen zu vermiesen.
  • Viele RDS Betroffene denken nur in “Schwarz-Weiß-Mustern”: Eine Sache ist entweder gut oder schlecht. Tatsache ist, dass sich zwischen diesen beiden Extremen der größte Teil des Lebens abspielt. Wer das übersieht, macht sich nur unnötig oft das Leben schwer.
  • Ebenfalls beliebt ist die Angewohnheit, negative Sachverhalte überzubewerten und positive zu ignorieren. Wer genau das Gegenteil macht, hat von seinem Reizdarm nur noch wenig zu befürchten. Eine wichtige Erkenntniss während der Reizdarmsyndrom Therapie.
  • Man kann es sich nicht zu seiner Lebensphilosophie machen, Problemen aus dem Weg zu gehen. Tauchen welche auf, dann stellen Sie sich ihnen am besten so konsequent wie möglich.
  • Seien Sie nachsichtig mit sich selbst: Tolerieren Sie beispielsweise Diätfehler, aber lernen Sie daraus. Im Einzelfall können Sie auch einem Verlangen nachgeben, von dem Sie wissen, dass es Sie in Ihrer Reizdarmsyndrom Therapie ein Stück zurückwirft. Verlieren Sie aber nie Ihr langfristiges Ziel aus den Augen.
  • Nehmen Sie Rückschläge gelassen hin. Lassen Sie sich von Misserfolgen auf dem Weg zu Ihrem Ziel nicht demoralisieren, sondern denken Sie daran, dass sie ein unabdingbarer Teil einer erfolgreichen Reizdarmsyndrom Therapie sind.
  • Nehmen Sie sich mehr Zeit für offene und tiefgründige Gespräche. Reden Sie aber nur in Ausnahmefällen über Krankheiten.
  • Schalten Sie am Ende eines Tages für eine Weile richtig ab. Dies sollte Ihnen auch ohne Alkohol oder Zigaretten möglich sein.
  • Suchen Sie Zerstreuung von Ihren Alltagssorgen, indem Sie mal wieder einen interessanten Roman lesen oder gesellschaftliche Aktivitäten verstärkt wahrnehmen. Auch ein Konzertbesuch wirkt Wunder.
  • Halten Sie auch am Tage einzelne Ruhephasen ein, die Sie – wenn auch nur kurz – von dem Alltag ablenken.
  • Meiden Sie enge, figurbetonte Kleidung. Die Darmbewegung sollte durch solche Einflüsse nicht behindert werden.
  • Setzen Sie zur Problembewältigung oder –verdrängung keine Rauschmittel wie Alkohol oder Nikotin ein.
  • Sorgen Sie für ein ausreichendes Maß an erholsamen Schlaf.

Diese Punkte helfen gerade bei der Reizdarmsyndrom Therapie dabei, die bekannten Probleme in den Griff zu bekommen. Aber auch ohne die unangenehmen Symptome können sie für das allgemeine Wohlbefinden nur positiv sein.

Banner_Broschuere620_2017

Artikelbild: © kei907

Weiterführende Informationen

Ernährung bei Reizdarm: Ballaststoffe  Fructoseintoleranz und RDS

Leave a Reply