Darmreinigung

Darmreinigung: Unterschiede zur Darmsanierung

Vielfach werden die Begriffe Darmreinigung und Darmsanierung aus Unwissenheit synonym verwendet. Korrekt ist das allerdings nicht, denn sie beschreiben zwei unterschiedliche Vorgänge, die allerdings teilweise eng miteinander verknüpft sind. Lesen Sie in dem folgenden Beitrag zunächst, was eine Darmreinigung und was eine Darmsanierung ist. Danach erfahren Sie noch Genaueres über die Unterschiede beider Verfahren.

Was ist eine Darmreinigung?

Eine Darmreinigung dient, wie der Name im Grunde bereits verrät, der Reinigung des Darmes, zum Beispiel vor einer Darmuntersuchung durch eine Darmspiegelung oder vor einer Operation. Mit entsprechenden Mitteln wird der Darm von Stuhlresten befreit. Eine Darmreinigung kann mithilfe eines Einlaufes, durch die Einnahme von einem Abführmittel oder durch das Trinken einer abführenden Spüllösung vollzogen werden.

Was ist eine Darmsanierung?

Die Darmsanierung ist im Gegensatz zur Darmreinigung im Bereich der Alternativmedizin angesiedelt. Dort wird sie nicht nur zur Behandlung von Darmerkrankungen angewendet, sondern auch bei anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, sowie unter anderem auch bei hoher Infektanfälligkeit und Allergien. Denn die Naturkeilkunde betrachtet den Darm als wichtigstes Organ im Hinblick auf das Immunsystem und sieht einen Zusammenhang zwischen einer geschädigten Darmflora und der Entstehung von vielen Krankheiten. Bei der Darmsanierung werden Maßnahmen ergriffen, um die gestörte Darmflora wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

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Unterschiede zwischen Reinigung und Sanierung des Darms

Die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Darmreinigung und einer Darmsanierung ergeben sich zum Teil bereits aus den obigen Erklärungen zu den Begrifflichkeiten. Während der Begriff der Darmsanierung eher in der Naturheilkunde eine Rolle spielt, stammt der Begriff der Darmreinigung aus der Schulmedizin.

Bei der Darmreinigung im schulmedizinischen Sinne geht es nicht darum, dem Darm etwas Gutes zu tun. Sie ist vielmehr Mittel zum Zweck, um den Darm auf anschließende Untersuchungen oder Operationen vorzubereiten. Im Gegensatz dazu dient die Darmsanierung der Heilung von Krankheiten, was allerdings von den Schulmedizinern kritisch betrachtet wird. Denn es gibt keine verlässlichen Studien, die die heilende Kraft einer Darmsanierung belegen. Aus diesem Grund werden auch die Kosten für eine Darmsanierung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zudem ist eine Darmsanierung auch nicht ganz ohne Risiken.

Es gibt aber auch Überschneidungen

Trotz der Unterschiede kommt es allerdings auch zu Überscheidungen zwischen der Darmreinigung und der Darmsanierung. Denn eine Darmsanierung beginnt in der Regel erst einmal mit einer Reinigung des Darms, erst dann werden die „schlechten“ Bakterien beseitigt und die Darmflora wieder aufgebaut.

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