Flohsamen

Flohsamen: Die kleinen Helferlein räumen den Darm auf!

Flohsamen gelten als natürliches Mittel bei den verschiedensten Darmproblemen, wie zum Beispiel bei Verstopfung oder auch bei Durchfall. Warum das so ist und wofür sie eingesetzt werden können, lesen Sie in dem folgenden Beitrag. Außerdem erfahren Sie noch mehr Interessantes rund um die kleinen Samen.

Was sind Flohsamen?

Flohsamen sind die Samen der Pflanze, dessen lateinische Bezeichnung Plantago ovata ist. Im eigentlichen Sinne haben die Flohsamen nichts mit den kleinen Tierchen zu tun. Allerdings heißen sie nicht ohne Grund so. Sobald die Samen reif sind, springen sie wie hüpfende Flöhe aus der Fruchtkapsel heraus – daher die Bezeichnung. Die Samen werden vor ihrer Einnahme in Wasser eingeweicht, damit sie aufquellen können. Im Anschluss werden Sie entweder getrunken oder in Speisen gemischt und verzehrt.

Wofür werden Flohsamen verwendet?

Flohsamen werden in der Hauptsache bei Verdauungsproblemen verschiedener Art eingenommen – und das nicht nur im Akutfall, sondern auch zur Vorbeugung. Darüber hinaus lindern sie Beschwerden bei Reizdarm sowie entzündlichen Darmerkrankungen und werden auch zur Darmreinigung eingesetzt.

Die Flohsamen unterstützen die Verdauung durch folgenden Effekt: In Verbindung mit Wasser quellen die in den Samen enthaltenden Ballaststoffe auf und es bilden sich Schleimstoffe aus. Durch das Aufquellen nimmt das Darmvolumen zu und es wird Druck auf die Darmwand ausgeübt. Dadurch wird der Darm in Bewegung gesetzt und der Transport des Stuhls verbessert. Zudem schützen die Schleimstoffe die Darmwand, wodurch die Samen auch eine reizlindernde Wirkung haben. Bei Durchfall wird ebenfalls die Darmschleimhaut geschützt. Außerdem binden die Ballaststoffe die überschüssige Flüssigkeit im Darm, wodurch der Stuhl fester wird.

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Verschiedene Formen von Flohsamenprodukten

Im Handel werden unterschiedliche Flohsamenprodukte angeboten. Dazu gehören:

  • Flohsamen
  • Flohsamenschalen
  • Flohsamen in Pulverform
  • Flohsamen in Kapselform.

Flohsamenschalen können mehr Wasser binden als die ganzen Samen, wodurch sie in ihrer Wirkung noch effektiver sind. Sie sind allerdings in der Regel auch teurer. Ein größeres Volumen nach dem Quellen erreicht auch das ebenfalls teurere Flohsamen-Pulver, welches aus fein gemahlenen Flohsamen besteht. Diese Darreichungsform kann in manchen Fällen allerdings Allergien auslösen. Die Kapselpräparate sind besonders für unterwegs praktisch, da sie besonders einfach und unkompliziert in ihrer Anwendung sind. Sie müssen nicht erst angerührt werden und brauchen nicht zu quellen. Die Kapseln eignen sich auch gut für Personen, die die gequollenen Flohsamen nicht trinken mögen.

Viel Trinken ist ein Muss bei der Einnahme von Flohsamen

Wichtig bei der Einnahme von Flohsamen ist in jedem Fall, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Sonst können sich die Samen nicht positiv auf die Darmtätigkeit auswirken. Es kann sogar zu einem gegenteiligen Effekt kommen. Ist die Flüssigkeitszufuhr zu gering, kann es passieren, dass nicht genügend Schleimstoffe gebildet werden und die Flohsamen die Darmwände verkleben. Das kann dann bis zu einem Darmverschluss führen. Das ist auch der Grund dafür, dass Personen, die wegen eines Nierenleidens nur eingeschränkte Mengen Flüssigkeit zu sich nehmen dürfen, auf die Einnahme von Flohsamen verzichten sollten.

Wann sollten Flohsamen nicht zur Anwendung kommen?

Wie bereits erwähnt sollten Flohsamen nicht eingenommen werden, wenn die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt ist. Bei Diabetes mellitus sollte vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker gehalten werden. Bei Stenosen der Speiseröhre und des Magen-Darm-Traktes sollten Flohsamen nicht eingenommen werden.

Darmprobleme nicht auf die leichte Schulter nehmen

In der Regel können Sie Flohsamen ohne Bedenken auch über längere Zeiträume einnehmen. Bei anhaltenden Darmproblemen sollten Sie jedoch auf jeden Fall Ihren Hausarzt konsultieren, um die Ursachen abklären zu lassen und um schwere Erkrankungen im besten Falle auszuschließen. Das gilt insbesondere dann, wenn besonders starke Schmerzen auftreten und zusätzlich zu den Darmproblemen noch weitere Symptome, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Blut im Stuhl, auftreten.

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