Folsäure bei Reizdarm

Folsäure – ohne Vitamin B geht’s nicht

Folsäure nennt man die verschiedenen Sorten an Vitamin B, besonders Vitamin B9, aber auch Vitamin M. Bekannt ist Folsäure auch unter dem Begriff Folat. Das Vitamin, das den meisten wohl vor allem in Zusammenhang mit Schwangerschaft bekannt ist, ist enorm wichtig für den Körper. Deshalb sollte ein Folsäure Mangel unbedingt vermieden werden.

Folsäure: Der Tagesbedarf

Die Schätzungen des täglichen Bedarfs an Folsäure sind sehr unterschiedlich und werden zudem von Faktoren wie einer Schwangerschaft stark beeinflusst. Empfohlen werden 200 µg bis 300 µg Folsäure pro Tag. Frauen sollten schon bei Auftreten des Kinderwunschs, aber spätestens während der Schwangerschaft, die tägliche Menge an Folsäure auf 550 µg bis 800 µg anheben. Denn während der Schwangerschaft übernimmt Folsäure eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Kindes. Dazu später mehr.

Folsäure gehört zu den Vitaminen, die im Körper gespeichert werden können. Insgesamt kann der menschliche Körper 15 mg Folsäure speichern, was einem Vorrat von bis zu 4 Monaten entspricht. Ist der Folsäure Speicher aufgefüllt, so wird die überschüssige Folsäure über den Urin ausgeschieden. Einen gesundheitlichen Vorteil bringt eine höhere Dosierung entsprechend nicht mit sich.

Folsäure Quellen

Folsäure wird nicht im Körper hergestellt und muss daher über die Nahrungsaufnahme gedeckt werden. Besonders Hefe, Getreidekeime und Getreidekleie sind wertvolle Folsäure Quellen. Das Vitamin ist darüber hinaus auch in Linsen und anderen Hülsenfrüchten, Kalbsleber, dunkelgrünem Blattgemüse, Sonnenblumenkernen, gekochtem Spargel, Tomaten, Eigelb, Blumenkohl, Orangen und Eigelb enthalten.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit folsäurehaltigen Lebensmitteln:

Nahrungsmittel mit über 500 µg Folsäure pro 100 g Nahrungsmittel mit 100 µg Folsäure pro 100 g Nahrungsmittel mit 50 bis 100 µg Folsäure pro 100 g Nahrungsmittel mit 10 bis 50 µg Folsäure pro 100 g
  • Hefe
  • Getreidekeime
  • Getreidekleie
  • Hülsenfrüchte
  • Kalbsleber & Geflügelleber
  • Dunkelgrünes Blattgemüse
  • Petersilie
  • Gartenkresse
  • Eigelb
  • Sonnenblumenkerne
  • Mohnsamen
  • Nieren
  • Frisches grünes Gemüse
  • Rind- & Kalbfleisch
  • Spargel (gekocht)
  • Blattspinat (gekocht)
  • Tomaten
  • Blumenkohl
  • Brombeeren
  • Orangen
  • Getreideflocken

Folat ist licht-, hitze- und etwas wasserempfindlich. Daher ist es wichtig, die entsprechenden Nahrungsmittel nicht lange zu kochen oder im Vorfeld lange zu lagern. Zusätzlich sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Dies gilt im Übrigen auch für den Körper, denn Sonne auf der Haut senkt den Folsäuregehalt.

Wieso Folsäure so wichtig ist

Das Vitamin B ist für den menschlichen Körper unverzichtbar. Ohne Folsäure kann der Stoffwechsel nicht richtig funktionieren, da sie an der Reifung, Differenzierung und Teilung von Zellen beteiligt ist. Entsprechend ist sie Teil der Blutproduktion, weshalb ein Mangel zu Blutarmut führen kann. Folsäure ist außerdem essenziell für das Nerven- und Herz-Kreislauf-System. Darüber hinaus stärkt Folsäure das Immunsystem und verringert Erschöpfungsgefühle.

In größeren Mengen (600 µg bis 800 µg pro Tag) soll Folsäure Arteriosklerose vorbeugen.

Für die Entwicklung von Embryos ist Folsäure besonders wichtig. Ist zu wenig Folsäure vorhanden, so können Neuralrohrdefekte und angeborene Herzfehler die Folge sein. Darüber hinaus steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt. Ein Folsäuremangel während der Schwangerschaft kann zusätzlich die spätere Sprachentwicklung des Kindes negativ beeinflussen und Autismus begünstigen.

Folsäuremangel: Die Fakten

Grundsätzlich ist es möglich, den Folsäurebedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu decken. Dennoch kann es zu einem Folsäuremangel kommen – und das nicht selten. In Deutschland rechnet man damit, dass etwa zwei Drittel der Erwachsenen weniger Folsäure zu sich nehmen, als nötig.

Ein erhöhter Alkoholkonsum, Erkrankungen des Dünndarms oder der Leber, Empfängnisverhütung und eine Schwangerschaft steigern zudem den Bedarf an Vitamin B, was häufig jedoch keine Beachtung findet. Kann der Folsäure Bedarf nicht über die normale Ernährung gedeckt werden, so raten wir dringend zu Nahrungsergänzungsmitteln, um einen Mangel zu verhindern.

Häufige Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder depressive Verstimmungen sowie Infektanfälligkeit können Zeichen für einen Folsäuremangel sein.

Folsäure und Reizdarmsyndrom

Ein gut gefülltes Folsäure Depot ist besonders bei Reizdarm wichtig. Ein Reizdarm verlangt den Betroffenen täglich große Herausforderungen ab. Ein widerstandsfähiges Immunsystem und große Energiereserven sind daher besonders wichtig.

Reizdarmpatienten leiden häufig auch an einer Fructoseintoleranz. Beides beschädigt die Darmflora und verhindert beziehungsweise hemmt dadurch den Transport der Folsäure zu Nervensystem, Herz-Kreislauf-System und überall dorthin, wo das Vitamin dringend benötigt wird. Die Folge kann ein Folsäuremangel sein.

 

Artikelbild: Fotolia © Zerbor

 

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