Funktionelle Verdauungsstörungen – das sollten Sie wissen!

Sie werden ständig von Beschwerden, wie zum Beispiel Völlegefühl, Blähungen, Magenkrämpfen, Verstopfungen oder Durchfall heimgesucht? Damit sind Sie nicht alleine! Millionen von Menschen leiden alleine in Deutschland mit Ihnen. Bei über der Hälfte von Ihnen kann keine konkrete Ursache festgestellt werden. Es handelt sich meist um funktionelle Verdauungsstörungen.

Eine Lebensgefahr besteht nicht, jedoch können funktionelle Verdauungsstörungen den Alltag extrem belasten und die Lebensqualität negativ beeinflussen!

Funktionelle Verdauungsstörungen: Ursachen

Gibt es keine Ursache, dann ist es häufig eine funktionelle Verdauungsstörung. Für eine solche Störung kann es verschiedene Gründe geben:

  • Empfindlichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln
  • Essgewohnheiten, die sich ggf. negativ auf das Verdauungssystem auswirken (Extreme Diäten, viel Fastfood, vegane Ernährung etc.)
  • Sensibles „Bauchhirn“
  • Neurologische Störungen im Verdauungsapparat
  • Probleme mit der Bewegungsfähigkeit des Darms
  • Bewegungsmangel
  • Reizüberflutung
  • Stress & Überlastung
  • Äußere Einflüsse wie Lärm oder Luftverschmutzung

Es ist nicht immer genau nachweisbar, ob es sich tatsächlich um eine Ursache für eine funktionelle Verdauungsstörung handelt. Zusammenhänge zwischen den genannten Gründen und den Symptomen sind jedoch erkennbar.

Symptome – funktionelle Verdauungsstörungen machen sich auf viele Wege bemerkbar

Zu Beginn dieses Artikels haben wir bereits Völlegefühle, Blähungen, Verstopfungen, Durchfall und Magenkrämpfe als Symptome der funktionellen Verdauungsstörung genannt. Doch es gibt noch weitaus mehr. Auch häufiges Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Übelkeit können Indizien sein.

Darüber hinaus macht sich die Störung nicht nur körperlich, sondern auch seelisch bemerkbar. Betroffene klagen häufig über Panikattacken, Schlaflosigkeit und Depressionen. Ärzte und Therapeuten, vom Allgemeinmediziner bis hin zum Facharzt, vom Heilpraktiker bis zum Akupunkteur, sind nicht selten ratlos. Die Verzweiflung bei den Patienten ist groß, was besonders die psychischen Symptome häufig begünstigt.

Nicht selten wird dem Betroffenen sogar vorgehalten, seine Symptome wären nur Einbildung. Dies stimmt jedoch in der Regel nicht, auch wenn keine direkten Ursachen festgestellt werden können!

Abdigest

Funktionelle Verdauungsstörungen in der heutigen Gesellschaft

Funktionelle Störungen treten in der heutigen Gesellschaft immer häufiger auf. Kein Wunder: Viele überfordern ihren Körper Tag für Tag. Die Symptome sind Schutzreflexe eines Körpers, der nicht mehr weiter weiß.

Früher wurden funktionelle Störungen vor allem durch verdorbene oder unverträgliche Nahrung ausgelöst. Durch das Ausscheiden dieser wollte der Körper sich vor einer Vergiftung schützen. Heute lauert die Gefahr weniger in den Nahrungsmitteln, als in unserer Lebensweise. Zu viel Stress im Beruf- und Privatleben, eine ungesunde Lebensweise und viele andere Faktoren überfordert den Körper und lässt ihn die vermeintlich lebensrettenden Symptome auslösen.

Besonders, wenn die Symptome länger anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn die Schmerzen können die Nervenbahnen und das Gehirn nachhaltig beeinflussen. Der normale Ablauf des Reiz-Reaktions-Systems kann sich verändern und die Sensibilität gegenüber der Schmerzen kann sich erhöhen. Schon leichte Signale des Körpers können mit starken Symptomen einhergehen. Dies kann soweit gehen, dass die Signale auch ganz ohne Reize auftreten. Man spricht von Schmerzgedächtnis.

Behandlung funktioneller Verdauungsstörungen

Wie bereits erwähnt, können funktionelle Verdauungsstörungen ganz unterschiedliche Ursachen haben. Aus diesem Grund sollten bei der Behandlung auch die verschiedenen Ursachen berücksichtigt werden.

Das Essverhalten sollte angepasst werden. Mehrere kleine Mahlzeiten sind häufig besser, als drei große. Zudem sollte natürlich das Essen an sich kontrolliert werden: Wer Probleme hat und häufig Fastfood ist, der sollte den Fastfood Konsum möglichst einschränken. Auch sollten die Mahlzeiten in Ruhe zu sich genommen werden. Gründliches, langsames Kauen ist enorm wichtig. Blähende Lebensmittel sollten ebenso vermieden werden, wie Genussmittel. Dafür aber reichlich Wasser und Tee aufnehmen. Ideal sind mehr als 1,5 Liter pro Tag!

Übrigens: Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen, problematische Lebensmittel zu identifizieren!

Neben dem Essverhalten ist auch der Lebensstil wichtig. Vermeiden Sie Stress bzw. lernen Sie, damit umzugehen! Yoga und Meditationsübungen können helfen.

Natürlich gibt es auch Medikamente, die im Falle einer funktionellen Verdauungsstörung helfen. Diese sollten jedoch nur in vorheriger Absprache mit dem Arzt verabreicht werden. Häufig helfen aber auch schon pflanzliche Mittel. Artischockenblätter, Schöllkraut und Löwenzahnwurzeln fördern die Bildung von Verdauungssäften und Gallensekret. Süßholz und Pfefferminze helfen bei Magenschmerzen. Blähungen werden von Kardamom, Koriander, Kümmel, Anis und Fenchel gelindert.

 

Artikelbild: Fotolia © Konstantin Yuganov

 

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