Buttermilch

Probiotische Lebensmittel: Buttermilch

Nach verschiedenen anderen Beiträgen über probiotische Lebensmittel (z. B. Kombucha und Sauerkraut) folgt nun ein weitere Beitrag über ein probiotisches Lebensmittel. In diesem Fall geht es um Buttermilch – ein gesundes und vor allem im Sommer sehr erfrischendes Getränk. Lesen Sie hier viel Informatives zur Buttermilch, unter anderem wie sie hergestellt wird und warum sie positive Auswirkungen auf Ihre Darmgesundheit haben kann.

Wie wird Buttermilch hergestellt?

Eigentlich ist Buttermilch nichts anderes als ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Butter anfällt. Wird hierbei kein angesäuerter Rahm verwendet, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Süßrahmbutter, dann werden im Anschluss Milchsäurebakterien zu der gewonnen Buttermilch hinzugegeben, damit sie ihren typischen frisch säuerlichen Geschmack erhält. Fertig ist die reine Buttermilch.

Im Handel ist neben „reiner Buttermilch“ aber auch „Buttermilch“ erhältlich. Der Unterschied ist, dass der einfachen Buttermilch bis zu 10 Prozent Wasser und bis zu 15 Prozent Magermilch oder Magermilchpulver beigemischt werden dürfen. Die reine Buttermilch muss hingegen von derartigen Zusätzen frei bleiben.

Warum ist Buttermilch gesund?

Buttermilch ist nicht nur ein erfrischender Durstlöscher, sondern darüber hinaus auch noch sehr gesund. Sie tut nicht nur dem Darm gut, sondern hat auch sonst viele positive Auswirkung auf die Gesundheit.

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Beitrag zur Darmgesundheit

Die Milchsäurebakterien in der Buttermilch sind zum einen für den sauren Geschmack verantwortlich, aber zum anderen leisten sie auch einen guten Beitrag für die Darmgesundheit. Denn Milchsäurebakterien sorgen im Darm für ein leicht saures Milieu, in dem sich krankmachende Bakterien, welche die Darmschleimhaut schädigen können, nicht wohl fühlen. Somit sorgen sie auch für eine gesunde Darmflora.

Um diesen probiotischen Effekt optimal nutzen zu können, ist es wichtig auf die reine Buttermilch zurückzugreifen, da diese am leichtesten verdaulich ist. Zudem hat sie gegenüber fertigen Buttermilchmischgetränken mit Fruchtgeschmack einen entscheidenden Vorteil. Letztere enthalten regelmäßig Unmengen von Zucker. Dieser dient den „schlechten“ Bakterien im Darm als Nahrung, sodass deren Population gestärkt wird, wodurch der probiotische Effekt der Buttermilch im Ergebnis abgeschwächt wird.

Sonstige gesundheitliche Vorteile von Buttermilch

Neben den gesunden Milchsäurebakterien enthält Buttermilch zudem auch Kalium, Kalzium, Phosphor und Lecithin. Letzteres ist sogar im Vergleich zu normaler Milch in etwa der doppelten Menge enthalten. Zudem ist Buttermilch sehr vitaminreich. Insbesondere enthält sie verschiedene B-Vitamine. Die genannten Nährstoffe sind unter anderem mitverantwortlich für:

  • eine verbesserte Funktionstüchtigkeit von Nerven Muskeln und der Schildrüse
  • gesunde Knochen
  • glatte Haut
  • kräftiges Haar
  • gesunde Nägel

Darüber hinaus weist Buttermilch einen mit etwa 3 Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter Buttermilch guten Proteingehalt auf. Dadurch wirkt der Genuss von Buttermilch sättigend und beugt Heißhungerattacken vor. Das ist vorteilhaft für die schlanke Linie. In dieser Hinsicht ist außerdem der mit circa 34 Kilokalorien geringe Kaloriengehalt von Vorteil. Hinzu kommt, dass ihr Fettgehalt mit weniger als 1 Prozent deutlich geringer ist als bei Vollmilch. Klingt zwar komisch, weil der Namensbestandteil „Butter“ etwas anderes suggeriert, aber das Fett landet zum Großteil in der Butter, deren Überbleibsel bei der Herstellung die Buttermilch ist.

Buttermilch bei Laktoseintoleranz?

Reine Buttermilch ist generell leichter verdaulich als Milch. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Milchzucker durch die Milchsäurebakterien zu großen Teilen in Milchsäure umgewandelt wird. Deshalb hat die Buttermilch gegenüber normaler Milch einen deutlich geringeren Anteil an Laktose und ist somit auch für Personen mit einer bestehenden Laktoseintoleranz deutlich besser verträglich als andere Milchprodukte. Da aber immer noch ein Rest Milchzucker in der Buttermilch enthalten ist, muss die individuelle Verträglichkeit von Fall zu Fall getestet werden. Vorsicht geboten ist aber bei Buttermilch, die nicht als reine Buttermilch in den Handel kommt. Denn in ihr können, wie bereits weiter oben erwähnt, bis zu 15 Prozent Magermilch oder Magermilchpulver enthalten sein. Dadurch steigt natürlich der Laktosegehalt und die Verträglichkeit nimmt ab.

Sie wollen noch mehr über probiotische Lebensmittel erfahren und haben die bisherigen Artikel zu diesem Thema auf dieser Seite alle schon gelesen? Dann freuen Sie sich auf weitere Artikel zum Thema probiotische Lebensmittel, denn wir werden auch zukünftig Beiträge über probiotische Lebensmittel veröffentlichen. Damit Sie diese nicht verpassen, folgen Sie uns auf Facebook oder schauen wieder hier vorbei.

Bildnachweis: © tanyasid – Fotolia.com

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