Kombucha

Probiotische Lebensmittel: Kombucha

In diesem Artikel geht es erneut um ein probiotisches Lebensmittel. Nachdem Sie hier bereits etwas zu Griechischem Joghurt und Sauerkraut lesen konnten, dreht sich in diesem Beitrag alles um Kombucha. Erfahren Sie, was Kombucha ist und wie er den Darm unterstützen kann.

Was ist Kombucha?

Kombucha ist die Bezeichnung für ein fermentiertes und gesüßtes Teegetränk, das kalt genossen wird. Der Geschmack des Kombucha-Getränkes ist ein wenig säuerlich und hängt darüber hinaus von der Verwendung der Teesorte bei seiner Herstellung ab. Denn hergestellt wird er aus gezuckertem Tee (z. B. grünem oder schwarzen Tee), der mithilfe eines Kombuchapilzes vergoren wird. Der Kombuchapilz, auch Teepilz genannt, ist eine gallertartige Masse aus unterschiedlichen Hefen und Bakterien. Genauso wie der Geschmack des Kombucha-Tees ist auch die Farbe des Kombuchapilzes abhängig von dem verwendeten Tee. Er kann weißlich bis dunkelbraun sein. Bei der Verwendung von Früchtetee ist er rosafarben.

Bei dem Gärprozess wird der Zucker in dem Tee in Kohlenstoffdioxid und Ethanol umgewandelt. Deshalb enthält Kombucha Kohlensäure und Alkohol. Wegen des Alkoholgehaltes ist Kombucha nicht geeignet für Schwangere, stillende Mütter, Kinder und trockene Alkoholiker oder Menschen die Medikamente einnehmen, die sich nicht mit Alkohol vertragen.

Wie kann Kombucha-Tee den Darm unterstützen?

Bei der Fermantation entstehen unterschiedliche Stoffwechselprodukte, darunter auch Essig- und Milchsäure. In diesem Milieu fühlen sich gesunde Mikroorganismen, wie zum Beispiel Milchsäurebakterien, sehr wohl. Diese können die Darmflora und damit die Darmgesundheit positiv beeinflussen. Denn die Darmflora setzt sich aus vielen verschiedenen Bakterien zusammen. Wichtig ist das richtige Verhältnis der Mikroorganismen.

Die Milchsäurebakterien sorgen für einen schwach sauren pH-Wert, in dem sich schädliche Bakterien nicht wohl fühlen. Sind im Dünndarm zu wenig Milchsäurebakterien vorhanden, begünstigt das dort die Entstehung von Pilzen und Fäulniskeimen. Das kann dazu führen, dass die Nahrung nicht richtig verdaut wird und die Nährstoffe nur unzureichend durch das Blut aufgenommen werden. In der Folge kann die Darmschleimhaut geschädigt werden und es können diverse Krankheiten entstehen.

Unklar ist allerdings in welchem genauen Umfang sich Kombucha positiv auf die Darmflora auswirkt. Diesbezüglich gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

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Kombucha-Tee selbst herstellen oder kaufen?

Kombucha-Tee kann selbst hergestellt werden oder fertig gekauft werden. Angeboten wird er in Reformhäusern und Naturkostläden, aber auch in Supermärkten. Industriell hergestellter Kombucha hat den Nachteil, dass er meist sehr stark gezuckert ist. Teilweise gleicht sein Zuckergehalt dem einer Limonade. Das ist äußerst kontraproduktiv, denn Zucker in solchen Mengen ist alles andere als gesund für den Darm. Hinzu kommt, dass industriell gefertigter Kombucha in der Regel aus Gründen der Haltbarkeit pasteurisiert wird. In solchen Fällen hat der Kombucha-Tee erst recht keinen positiven Nutzen mehr für den Darm, denn durch diesen Vorgang werden auch die „guten“ Bakterien abgetötet. Beim Kauf von Kombucha sollte deshalb immer darauf geachtet werden, dass dieser lebende Kulturen enthält.

Im Gegensatz zu den industriellen Kombucha-Tees, enthält der in Eigenproduktion hergestellte Kombucha lebende Milchsäurebakterien. Allerdings muss sehr auf die Hygiene geachtet werden, da sich sonst auch schädliche Bakterien vermehren können. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der selbst hergestellte Kombucha regelmäßig einen höheren Alkoholgehalt (bis zu 2 Prozent) hat als der industriell (0,5 Prozent und mehr) gefertigte. Vorteilhaft ist, dass man selbst einen Einfluss auf die Zuckermenge hat.

Wenn Sie Kombucha als Erfrischungsgetränk genießen und gleichzeitig seine probiotischen Eigenschaften nutzen wollen, achten Sie also in jedem Fall darauf, dass lebende Kulturen enthalten sind, wenn Sie den Kombucha-Tee nicht sowieso selbst herstellen. Berücksichtigen Sie zudem den Zucker- und Alkoholgehalt in Bezug aus die Menge, die Sie konsumieren.

Bildnachweis: © GreenArt Photography – Fotolia.com

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