Immunsystem

Starkes Immunsystem durch eine gesunde Darmflora

Besonders in der kalten Jahreszeit ist der Körper anfällig für Infekte, wie zum Beispiel Erkältungen. Denn durch Nässe, Kälte und trockene Heizungsluft wird das Immunsystem besonders gefordert. Umso wichtiger ist es, das körpereigene Abwehrsystem entsprechend zu unterstützen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Pflege und Gesunderhaltung der Darmflora eine große Rolle. Warum das so ist und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um es möglichst ohne Schnupfen und Co. bis zum nächsten Frühling zu schaffen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Immunsystem

Eine schlechte Lebensweise belastet den Darm und kann negative Auswirkungen auf das Milieu im Darm haben und damit das Immunsystem negativ beeinflussen. Denn ein großer Teil der Immunzellen befindet sich im Darm. Dort sorgen sie dafür, dass sich die „schlechten“ Bakterien im Darm nicht ansiedeln und vermehren. Umgekehrt helfen die „guten“ Darmbakterien dem Immunsystem, indem sie die Immunzellen quasi aktivieren, wenn Bakterien oder Keime bekämpft werden müssen. Durch diesen Prozess im Darm wird das Immunsystem zudem ständig trainiert. Passiert dies nicht, weil die Darmflora nicht intakt ist, leidet deshalb das Immunsystem.

Gutes für den Darm

Banner_Abdigest620_2017Mit einer gesunden Lebensweise kann die Darmgesundheit erhalten bleiben und damit gleichzeitig das Immunsystem gekräftigt werden. Dazu gehört neben einer vollwertigen und abwechslungsreichen Ernährung auch Bewegung an der frischen Luft, genügend Schlaf sowie Entspannung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Gesunde Ernährung für ein intaktes Immunsystem

Für die Darmgesundheit und ein gut funktionierendes Immunsystem ist eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst für die nötige Vitamin- und Mineralstoffzufuhr wichtig. In der kalten Jahreszeit ist Kohl neben Zitrusfrüchten, Kiwi, frischen Kräutern, Feldsalat, Spinat, Fenchel, Brokkoli, Kartoffeln und Paprika ein Geheimtipp. Denn dieser hat einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C und ist reich an Folsäure. Als Ballaststofflieferant sind auch Vollkornprodukte unerlässlich für die Darmgesundheit. Für eine intakte Darmflora sollten auch regelmäßig fermentierte Lebensmittel wie zum Beispiel Sauerkraut, Griechischer Joghurt usw., in den Speiseplan aufgenommen werden. Diese helfen der Verdauung, genau wie einige Obstsorten (z.B. Äpfel), auf die Sprünge. Eine leichtgängige Verdauung wiederum entlastet den Darm.

Verzichtet werden sollte weitestgehend auf Zucker, da dieser Nahrung für die „schlechten“ Bakterien im Darm liefert und somit Darm und Immunsystem belasten kann. Besser ist es auf frische naturbelassene Lebensmittel und weniger auf industriell verarbeitete Produkte zurückzugreifen. Bei den Fetten sollte auf Hochwertigkeit geachtet werden. Abends sollte nur noch leichte Kost verzehrt werden, um den Magen-Darm-Trakt zu entlasten, da der Stoffwechsel gegen Abend langsamer arbeitet.

Bewegung für einen gesunden Darm

Viel Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf und damit den Stoffwechsel in Schwung, wodurch es zu einer besseren Sauerstoffversorgung und Durchblutung der Schleimhäute kommt. Dadurch wird auch die Darmbewegung angeregt und die Verdauung gefördert, die zu einer gesunden Darmflora sowie einem starken Immunsystem beiträgt. Kontraproduktiv ist allerdings Sport, der bis zur Erschöpfung betrieben wird, denn der schwächt das Immunsystem.

Schlaf und Entspannung halten das Immunsystem fit

Auch regelmäßig ausreichender Schlaf ist für den Darm und das Immunsystem wichtig. Bei chronischem Schlafmangel wird das Immunsystem geschwächt und die Anfälligkeit für Infekte steigt. Denn die Produktion von Antikörpern nimmt ab. Unter der Woche versäumter Schlaf kann auch am Wochenende nicht nachgeholt werden und umgekehrt.

Aber auch tagsüber ist Entspannung bzw. die Vermeidung von Dauerstress notwendig, denn bei Stress werden verstärkt Stresshormone ausgeschüttet, damit der Körper kurzfristig Höchstleistung vollbringen kann. Gleichzeitig werden dafür aber wichtige Funktionen für das Immunsystem unterdrückt.

Wasser für das Gleichgewicht im Darm

Wichtig ist es auch, in ausreichender Menge Wasser zu trinken. Denn das Wasser hilft dabei, dass Abfallprodukte und damit auch Keime besser aus dem Darm ausgeschieden werden können. Dadurch werden Entzündungen im Darm vermieden und das Gleichgewicht der Darmflora gerät weniger durcheinander. Gleichzeitig sorgt die Flüssigkeitszufuhr dafür, dass die Schleimhäute durch die trockene Winter- und Heizungsluft, die dem Körper Feuchtigkeit entzieht, nicht austrocknen. Denn bei trockenen Schleimhäuten hätten es Bakterien leicht, sich einzunisten.

Noch mehr Gutes für das Immunsystem

Neben der Gesunderhaltung des Darmes spielen natürlich auch noch andere Faktoren eine Rolle für ein starkes Immunsystem. Aber wenn Sie Ihren Darm hegen und pflegen, tun Sie Ihrem Immunsystem bereits sehr viel Gutes. Ein wichtiger Punkt gerade im Winter sind aber auch warme Füße. Denn sind die Füße kalt, werden im Körper Abläufe gestartet, um ein weiteres Auskühlen zu verhindern. Dabei werden die Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten verengt, wodurch diese schlechter durchblutet werden und auskühlen. Dadurch verlieren die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen ihre Schutzfunktion gegenüber Bakterien, die sich jetzt besser einnisten können. Dann sind Erkältung und Co. vorprogrammiert. Also achten Sie für ein intaktes Immunsystem nicht nur auf eine gesunde Darmflora, sondern halten Sie auch Ihre Füße warm.

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Artikelbild: © kei907