Unsere zwei Gehirne

Unsere zwei Gehirne – wenn Kopf und Bauch zusammenhängen

Bauch und Kopf – oder besser Darm und Psyche – die zwei hängen ganz eng zusammen. Erst kürzlich haben wir über das Mikrobiom, diese Vielzahl kleiner Bakterien gesprochen, das den Darm bewohnt und so individuell ist, wie der Fingerabdruck eines Menschen. Dieses Mikrobiom steht in ständigem Austausch mit dem Kopf. Man könnte sagen, wir haben zwei Gehirne – das eine im Kopf, das andere im Bauch.

Wenn der Magen auf die Psyche wirkt und umgekehrt

Schon lange ist klar, dass Psyche und Darm auf irgendeine Weise miteinander verbunden sind. Stress schlägt uns auf den Magen und sorgt dort für Ärger. Doch wo ist hier eigentlich der Anfang? Wo hat ein entzündeter Darm seinen Ursprung? Ist es die Zusammensetzung der Darmbewohner, die die Beschwerden verursacht, oder sind es unsere Stimmung oder unsere Ernährung?

Die Wechselwirkungen sind unverkennbar und doch noch so ungeklärt. Ist das Mikrobiom gestört, sind chronische Entzündungen der Darmflora und damit einhergehend Reizdarm, Allergien und andere Erkrankungen die Folge. Auch auf unsere Psyche hat das signifikante Auswirkungen. Es ist bewiesen, dass das Glückshormon Serotonin zum größten Teil im Darm hergestellt wird. Liegt hier eine Funktionsstörung vor, so sind Depressionen eine weitverbreitete Folge.

Betagluten

Wer häufig unter Symptomen wie Schlafstörungen, Durchfall oder Bauchschmerzen leidet, der hat nicht selten mit sehr viel Stress zu tun. Angst, die ihm auf den Magen schlägt, und dort tatsächlich Veränderungen in der Darmbesiedlung hervorruft. Die Auswirkungen können über Jahre bestehen bleiben und sich zunehmend verschlimmern – ohne jedoch erkannt zu werden.

Wie oft wurden Bauchschmerzen von Kindern, die nicht in die Schule wollten, als gespielt oder als Einbildung abgetan. Mittlerweile ist klar: In solchen Fällen liegt häufig ein ernstzunehmendes Problem vor, das dringend angegangen werden muss. Und das nicht nur im Darm, sondern vor allem auch im Kopf. Eine umfassende Diagnostik und Therapie ist nötig. Seelische Konflikte müssen gefunden und gelöst werden, gegebenenfalls muss die Ernährung angepasst werden. Es gilt, das Problem ganzheitlich anzugehen.

 

Artikelbild: Fotolia © Natali Mis

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