Darmkrebsvorsorge

Wolf im Schafspelz: Darmkrebs sieht oft nach Reizdarm aus

Das Reizdarmsyndrom ist eine weit verbreitete Erkrankung des Darms. Es wird vermutet, dass in Deutschland 11 Millionen Erwachsene unter einem Reizdarm leiden – darunter eine hohe Dunkelziffer. Häufige Magenschmerzen, Unwohlsein nach dem Essen und andere Symptome werden oft einfach hingenommen. Zu groß ist die Scham oder die Befürchtung, sich künftig mit einer Ernährungsumstellung auseinanderzusetzen. Aber: Eine Diagnose ist wichtig, besonders auch um andere Erkrankungen auszuschließen, die die Gesundheit weit mehr beeinträchtigen können, als ein Reizdarm. Eine davon ist Darmkrebs.

Studien haben gezeigt, dass bei über 85 % der Darmkrebspatienten vor der Krebsdiagnose Beschwerden auftragen, die für einen Reizdarm typisch sind. Die tatsächliche Diagnose Darmkrebs wird oft erst ein halbes Jahr später gestellt – viel Zeit, in der bereits wichtige Maßnahmen getroffen werden können. Natürlich bedeutet das nicht, dass Beschwerden, die auch bei einem Reizdarm auftreten, ein Indiz für Darmkrebs sind. Dennoch sollte ein Arzt aufgesucht werden, um sich Klarheit zu verschaffen und entsprechende Schritte unternehmen zu können.

Wie entsteht Darmkrebs?

Bei einem Krebsgeschwür handelt es sich um ganz normale Zellen, die sich zu Krebszellen entwickeln. Diese Zellen unterliegen nicht der normalen Wachstumskontrolle des Körpers und vermehren sich entsprechend unkontrolliert. Dabei zerstören sie das umliegende Gewebe. Grund dafür können Mutationen des genetischen Materials oder Fehler bei der Ablesung von Erbinformationen. Auch genetische Veränderungen, die von Vorfahren vererbt wurden oder äußere Einflüsse wie Infektionen, sind mögliche Gründe dafür, dass aus einer gesunden Zelle eine Krebszelle wird. Manchmal werden Mutationen aber auch scheinbar zufällig ausgelöst. Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit das Krebs entsteht, denn der Körper ist immer weniger in der Lage, „Fehler“ zu korrigieren. Welcher dieser Gründe letztendlich den Darmkrebs verursacht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man kann davon ausgehen, dass mehrere Faktoren zusammenkommen.

Darmkrebs entsteht meist im Dick- oder Enddarm, kann aber auch selten in anderen Darmabschnitten auftreten. In der Regel bleiben die Krebszellen bei Darmtumoren im Darm, befallen also nicht den restlichen Körper. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Darmkrebs sich sehr langsam entwickelt, teilweise sogar über Jahrzehnte. Dabei startet der Krebs meist gutartig. Es treten kleine Wucherungen (Polypen) in der Darmschleimhaut auf, von denen sich einige später langsam zu einem bösartigen Tumor entwickeln können.

Darmkrebs frühzeitig erkennen

Da sich Darmkrebs sehr langsam entwickelt und – wie bereits erwähnt – in einem gutartigen Zustand beginnt, ist es das Beste, ihn frühzeitig zu erkennen und dagegen vorzugehen. Eine zuverlässige Methode, bei der Veränderungen im Darm schon sehr früh erkannt werden können, ist die Darmspiegelung. Diese wird in Deutschland ab einem Alter von 55 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Eine Alternative dazu ist auch die MRT-Untersuchung des Dickdarms, bzw. Bauch-Becken-Bereichs. Diese Art der Darmkrebsvorsorge bietet beispielsweise die ALTA-Klinik in Berlin.

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in diesem Jahr rund 55.000 Menschen in Deutschland, besonders Männer, an Darmkrebs erkranken. Betroffen sind besonders Menschen über 70 Jahre. Damit gehört Darmkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Seit 2003 nehmen die Neuerkrankungen pro Jahr ab, was sich vermutlich auf die sehr gute Darmkrebsfrüherkennung zurückführen lässt.

Behandlung von Darmkrebs

Die Behandlung von Darmkrebs ist von vielen Faktoren abhängig. Dabei ist unter anderem entscheidend, wo sich der Tumor genau befindet und wie groß er ist. Natürlich auch, ob es sich bisher um eine gutartige Mutation der Zellen handelt, oder diese bereits als bösartig einzustufen ist. Darüber hinaus spielt der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten eine wichtige Rolle.

Die Schwere der vom Reizdarmsyndrom verursachten Gesundheitsbeschwerden und der Alltagsprobleme werden von Außenstehenden häufig unterschätzt. Klassische Therapieangebote versagen in den meisten Fällen. Ein neuartiges Supplement aus der orthomolekularen Medizin macht Betroffenen jetzt neue Hoffnung. Es handelt sich um eine Kombination aus Nähr- und Vitalstoffen, die mit der Symbiose des Mikrobioms, der Darmschleimhaut und mit dem Serotoninhaushalt assoziiert sind. Unter dem Namen Omnitadin ist das Präparat in Apotheken und im Versandhandel erhältlich. (gesponsert)

Noch ganz kleine, harmlose und oberflächliche Tumore können oft endoskopisch entfernt werden. Größere Krebsgeschwürde, die außerdem in das Darmgewebe eindringen, werden operativ entfernt. Teilweise kann jedoch auch eine Chemo- und Strahlentherapie nötig sein, die ggf. auch einer Operation vorangestellt wird. Auch medikamentöse Therapien sind denkbar.

Nach der Behandlung ist eine regelmäßige Nachsorge ratsam. Wird ein Darmkrebs frühzeitig erkannt, dann sind die Chancen auf eine vollständige Heilung sehr hoch.

Mehr dazu: Das Reizdarm-Programm, Medizinverlag Nordwest, EUR 1,99 (gesponsert)

Artikelbild Adobe Stock – Coloures Pic