Darminfektion - Ein Problem, besonders für RDS Patienten

Darminfektion – eine Ursache des Reizdarmsyndrom

Nicht selten kommt die Frage auf, ob eine Darminfektion mit einem Reizdarmsyndrom zusammenhängen kann. Ob vielleicht sogar das Eine das Andere hervorruft oder begünstigt? In den letzten Jahren wurden verschiedene Studien durchgeführt, bei denen der Einfluss einer Darminfektion auf die Entstehung eines Reizdarmsyndroms untersucht wurde. Die Forscher kamen dabei zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Infektionen des Verdauungstraktes eine große Rolle spielen bei der Genese funktioneller Störungen.

Darminfektion als Reizdarm Ursache – diese Studien schaffen Gewissheit

In einer großen Untersuchung verglich man über 300 Patienten, die unter einer Entzündung des Darmtraktes litten, mit den Daten von über einer halben Million gesunder Menschen. Auslöser der Infektionen waren Campylobakter, Salmonellen und andere Bakterien. Ein halbes Jahr nach Abklingen der Darminfektion konnte bei 4% der Infektions-Patienten ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert werden, während der Anteil in der Kontrollgruppe gesunder Personen mit 0,3 Prozent deutlich niedriger lag. Nach einer Darminfektion ist also das Risiko, eine funktionelle Störung zu entwickeln, um das 13-fache erhöht.

Eine andere Studie errechnete sogar eine um das 23-fache gesteigerte Wahrscheinlichkeit. Dabei ist die Gefahr, im Anschluss an eine infektionsbedingte Diarrhoe an einem Reizdarmsyndrom zu erkranken, umso größer, je länger der Durchfall anhält.

Auch wenn dem Betroffenen die Erkenntnis, dass seine persönliche Krankheitsgeschichte mit einer vergleichsweise harmlosen Darminfektion in Gang gesetzt wurde, in der Therapie seiner bereits manifestierten Beschwerden wenig Nutzen bringt, so kann sie dennoch dazu beitragen, die Unsicherheit zu senken und das Gefühl des „Ausgeliefertseins“ zu vermindern.

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Artikelbild: © kei907

Weiterführende Informationen

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